Achtsamkeit Teil 3- Was denke ich, wenn ich nichts denke?

Die letzen Übungen haben ausschließlich die Achtsamkeit gegenüber der Umwelt, also der Außenwelt, inbegriffen. Heute wollen wir uns dagegen unseren Gedanken widmen. Was denken wir eigentlich den ganzen Tag und wie viel? Dafür möchte ich Ihnen eine Reihe von unterschiedlichen psychologischen Übungen.

 

1. Wie viele Gedanken denke ich?

Legen Sie sich ein Blatt und ein Stift zurecht. Stellen Sie Ihren Wecker auf 3 Minuten. Nun konzentrieren Sie sich voll und ganz auf Ihre Gedanken. Für jeden neuen Gedanken, machen Sie einen Strich mit dem Stift auf das Papier. Nach drei Minuten können Sie die Striche zählen. Wenn Sie die Anzahl mit 20 multiplizieren, sehen Sie wie viele unterschiedliche Gedanken Sie in einer Stunde denken. Sie werden sehen- das sind eine Menge!

2. Was denke ich?

In der nächsten Übung geht es nicht um die ANZAHL an Gedanken, sondern um den INHALT. Stellen Sie den Wecker erneut auf 3 Minuten. Legen oder setzen Sie sich entspannt hin. Atmen Sie ein paar mal tief ein und aus und schließen Ihre Augen. Konzentrieren Sie sich die nächsten Minuten ausschließlich auf Ihre Gedanken. Nehmen Sie wahr was sie denken, auch wenn es sich dabei vielleicht um negative oder ungewollte Gedanken handelt. Nehmen Sie nur wahr- bewerten Sie nicht. Versuchen Sie dabei entspannt zu bleiben und ruhig zu atmen. Nach Ablauf der drei Minuten, atmen Sie nochmal ein paar mal tief ein und aus und öffnen dann Ihre Augen.

3. Kann ich auch nichts denken?

Zuletzt soll es darum gehen, die Gedanken ganz bewusst los zu lassen. Das ist nicht einfach und wird vielleicht nicht sofort klappen. Machen Sie sich darum keine Gedanken! Die Übung muss öfters wiederholt werden, dann wird Sie Ihnen immer leichter fallen.

Stellen Sie Ihren Wecker erneut auf 3 Minuten, die Zeit kann bei mehr Übung beliebig verlängert werden. Wie in der vorherigen Übung machen sie es sich bequem, atmen sie ein paar mal tief ein und aus und schließen Ihre Augen. Versuchen Sie Ihre Gedanken wahrzunehmen und einfach ziehen zu lassen. Sie können Sich die Gedanken als Blätter vorstellen, die vom Wind weggeweht werden oder als Autos, die an Ihnen vorbei fahren. Sie können auch ein beliebiges anders Bild für Sich auswählen, das Ihnen vielleicht passender erscheint. Wenn Sie merken, dass Sie sich doch auf einen Gedanken versteifen, ärgern Sie sich nicht. Versuchen Sie sich wieder darauf zu konzentrieren, die Gedanken ziehen zu lassen und atmen Sie ruhig weiter. Zum Schluss atmen Sie erneut ein paar mal tief ein und aus und öffnen Ihre Augen langsam wieder.

 

 

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