Angst- Woher kommt sie?

Wenn jemand unter einer Angststörung oder generell unter starken Ängsten leidet, kann es hilfreich sein zu erfahren woher diese Ängste kommen.

Dafür gibt es in der Psychologie verschiedene Ansätze, die jeweilige Erklärungsmöglichkeiten bieten.

 

Der biologische Ansatz

Bestimmte Ängste scheinen das Überleben unserer Vorfahren gesichert zu haben. Die Angst vor Spinnen oder Höhenangst scheint sinnvoll um zu Verhindern, dass sich die Menschen in lebensbedrohliche Situationen brachten. Durch diesen evolutionären Nutzen von Angst kann angenommen werden, dass zumindest ein Teil der Angst angeboren ist.

Andere Ängste, wie die Angst vor Aufzügen kann mit dieser Annahme jedoch nicht erklärt werden.

 

Weiterhin wurde gezeigt, dass Ängste in bestimmten Familien häufiger vorkommen. Somit scheint die zumindest die Wahrscheinlichkeit für eine Angststörung durch bestimmte genetische Faktoren erhöht werden.

 

Psychodynamisches Modell

Das psychodynamische Modell nimmt an, dass Angststörungen von tieferliegenden inneren Konflikten ausgelöst werden. Durch die Angstsymptome versucht der/die Betroffene sich vor den Schmerzen des inneren Konfliktes zu schützen. Eine spezifische Angst oder Phobie wird dann als Symbolisierung des eigentlichen Konflikts gesehen.

 

Behavioristisches Modell

Behavioristische Annahmen gehen davon aus, dass Ängste im Verlaufe der Entwicklung erlernt werden. Demnach werden bestimmte Objekte oder Situationen zunächst als neutral wahrgenommen. Durch angstauslösende Erlebnisse in Verbindung mit diesem Objekt/ dieser Situation wird schließlich diese auch als bedrohlich wahrgenommen. 

Diese Annahmen sind leicht nachzuvollziehen. Ein kleines Kind hat zunächst keine Angst vor Spinnen. Vielleicht ist es neugierig und versucht sich einer Spinne anzunähern. Seine Mutter erschrickt deswegen und stößt einen Schrei aus. Wenn das Kind diese Erfahrung öfters macht, entwickelt das Kind daraufhin vielleicht einen Spinnenphobie.

 

Kognitives Modell

Große Bedeutung für die Aufrechterhaltung von Ängsten scheinen unsere Wahrnehmungen und Einstellungen zu haben. Eine Person mit einer Angststörung nimmt das Ausmaß der Bedrohung sehr wahrscheinlich in verzerrter Weise wahr. Oftmals wird die Gefahr überschätzt oder die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten unterschätzt.

 

Hoch ängstliche Personen konzentrieren sich häufig auf diejenigen Aspekte der Umwelt, die ihre Angst betreffen um möglichen Bedrohungen schnellst möglich begegnen zu können. Dadurch wird die Angst jedoch weiterhin aufrechterhalten und häufig verstärkt. 

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