psychischer Stress

Nach der Arbeit kurz zum Einkaufen fahren, bevor man das Kind aus der Kita abholt. Zuhause schnell die Wohnung putzen, während die Waschmaschine läuft und die Suppe auf dem Herd köchelt. Wen wundert es da, wenn man Abends total erschöpft ins Bett fällt. "Ich bin grade im Stress", hört man von allen Seiten. Doch was bedeutet psychischer Stress eigentlich? Was heißt es gestresst zu sein?

Nach einer anerkannten psychologischen Theorie von Lazarus ergibt sich Stress aus einem Ungleichgewicht aus äußeren Stressoren und den wahrgenommenen Ressourcen. Das heißt, eigentlich nicht die Menge an Aufgaben stresst mich, sondern, dass ich mich diesen Aufgaben nicht gewachsen fühle. Ob ich Stress empfinde, hängt also davon ab, wie ich meine Situation wahrnehme.

Konkret kann man sich das wie eine Waage vorstellen. Entsprechen die Stressoren von außen meinen von empfundenen persönlichen Ressourcen, dann ist die Waage im Gleichgewicht und ich bin ausgeglichen. Werden aber zusätzliche Stressoren hinzugefügt, gerät die Waage ins Schwanken. Es gibt mehr Stressoren, als gefühlt bewältigt werden können- Stress entsteht.